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STUDIEN

2011- Tropfenverdunstungsmethode DEM "Droplet Evaporation Method" als neuer möglicher Weg zur Darstellung ultrahoher Verdünnungen

Droplet evaporation method as a new potential approach for highlighting the effectiveness of ultra high dilutions

Die Studie zeigt, dass mit der Tropfenverdunstungsmethode ultrahohe Verdünnungen nachgewiesen werden können. Sie bietet damit erstmals eine Grundlage zur differenzierten Testung der Wirksamkeit ultrahoher Verdünnungen. Die Methode könnte in Zukunft Informationen über die Wirkung ultrahoher Verdünnungen auf die menschliche und tierische Gesundheit liefern und möglicherweise sogar als Hilfsmittel zur Arzneimittelwahl vor und während einer Behandlung dienen. In der Landwirtschaft könnte sie dazu dienen, die Wirkung von chemischem Stress auf Weizen und die Wirkung ultrahoher Verdünnungen (Potenzen ck) auch auf andere Pflanzen aufzuzeigen.

Seit 10 Jahren wird für Analysen und in der Technik die Tropfenverdunstungsmethode DEM "Droplet Evaporation Method" angewandt. Sie beruht auf dem Phänomen, dass sich Partikel in Flüssigkeiten (auch Speichel, Urin, Blutserum) beim Verdunsten zu komplexen und charakteristischen polykristallinen Nano- und Mikrostrukturen organisieren, welche durch Dunkelfeldmikroskopie und Fraktal-Analyse (Analyse der Komplexität und Symmetrie der entstandenen Kristallisationsbilder) analysiert werden können.

In einer früheren Studie (1) hatten italienische Forscher/innen der agronomischen Sektionen der Universitäten Bologna und Florenz und der Mailänder Anthroposophischen Ärztegesellschaft nach dieser Methode schon die Qualität von Weizenkörnern untersucht: dazu wurden einzelne Weizenkörner-Proben von vier Herstellern während 1 Stunde eingeweicht, das Einweichwasser mit den herausgelösten Inhaltsstoffen mittels der DEM untersucht und mit der Keimkraft der Körner (Sprossenlänge nach 7 Tagen) verglichen. Dabei zeigte sich, dass eine stärkere Keimkraft mit höheren DEM-Werten (höhere Komplexität der beim Verdunsten auskristallisierten Strukturen) und einer höheren Stromleitung des Einweichwassers einher ging. Weizenkörner unterschiedlicher Hersteller konnten so eindeutig unterschieden und eine vorgängige chemische Behandlung festgestellt werden.  

Mit derselben Methode hatten die Forscher in einer anderen Studie eindeutige Unterschiede zwischen biodynamisch und biologisch hergestelltem Sangiovese-Wein darstellen können (2).

In der vorliegenden Studie untersuchten die Forscher nun, ob die DEM auch für den Nachweis der Wirksamkeit von Hochpotenzen geeignet ist. Es wurden dazu biologische Weizenkörner (mit und ohne vorherige Belastung durch Arsentrioxid) in reinem Wasser oder in potenzierter wässriger Arsenlösung D45 eingeweicht. Die Sprossen der arsenbelasteten Weizenkörner waren nach 7 Tagen kürzer als diejenigen der unbelasteten Körner. Alle in Arsen D45 eingeweichten Körner (arsenbelastet und unbelastet) hatten gegenüber den in Wasser eingeweichten Vergleichsproben nach 7 Tagen längere Sprossen und die DEM-Analyse des Einweichwassers ergab eine stärkere Differenzierung und Symmetrie (vgl. Tabelle 1).

Dass auch unbelastete in Arsen D45 eingeweichte Weizenkörner eine grössere Sprossenlänge und in der DEM-Analyse eine stärkere Differenzierung ergaben, begründen die Autoren mit einer anderen Studie, welche gezeigt hatte, dass sich beim Potenzieren durch die Schüttelschläge aus den Glaswänden Spurenelemente (insbesondere Na, Si, Mg, Al, Cu, Rh und Li) herauslösen. Sie vermuten deshalb, dass ein Teil der stärkeren Differenzierung und Symmetrie der mit Arsen D45 potenzierten Einweichwasser-Proben auf diese unspezifischen physikalisch-chemischen Veränderungen zurückzuführen sind. Dies sollte gemäss Aussage der Autoren in weiteren Studien untersucht werden.

In einer früheren Studie (3) hatten die Autoren mittels DEM die Wirkung von potenziertem Arsen D45 und reinem Wasser D45 auf Weizenkörner verglichen. Die DEM-Analysen hatten für Arsen D45 eine stärkere Differenzierung und Symmetrie als für Wasser D45 gezeigt. Gemäss den Autoren können deshalb die Unterschiede zwischen den Arsen D45 Einweichwasser-Proben und den Vergleichsproben mit destilliertem Wasser nicht nur durch die beim Schütteln aus den Glaswänden ausgetretenen Spurenelemente erklärt werden, sondern sind auch auf die Wirkung des potenzierten Arsens zurückzuführen.

Die Methode sollte nun mit verschiedenen Arzneimitteln, Herstellern, Chargen, Potenzierungshöhen, Herstellungsmethoden und in verschiedenen Labors auf ihre Reproduzierbarkeit getestet werden.

Proben

Anzahl Proben

Mittelwert Sprossenlänge

Vertrauensintervall 95%

unbehandelte Weizenkörner in destilliertem Wasser

140

25.10

22.67–27.53

unbehandelte Weizenkörner in Arsen D45

140

31.40

27.83–34.97

mit Arsentrioxid vorbehandelte Weizenkörner in destilliertem Wasser

140

19.70

17.74–21.66

mit Arsentrioxid vorbehandelte Weizenkörner in Arsen D45

140

22.40

20.24–24.56

Tabelle 1: Ergebnisse der Sprossenlänge in den verschiedenen Proben

(1) TheScientificWorldJOURNAL (2011) 11, 1712–1725 Self-Organized Crystallization Patterns from Evaporating Droplets of Common Wheat Grain Leakages as a Potential Tool for Quality Analysis Maria Olga Kokornaczyk, Giovanni Dinelli, Ilaria Marotti, Stefano Benedettelli, Daniele Nani, and Lucietta Betti

(2) Royal Paper of Chemistry, Anal. Methods 2014, 6 7484 Qualitative discrimination between organic biodynamic Sangiovese red wines for authenticity Maria O. Kokornaczyk, Giuseppina P. Parpinello, Andrea Versari, Adamo D. Rombolà and Lucietta Betti

(3) International Journal of High Dilution Research 2013;12(44):127–8. Proceedings of the XXVII GIRI symposium. Switzerland: Bern; September 3–4, 2013: Effectiveness of ultra high diluted arsenic is a function of succussion number as evidenced by wheat germination test and droplet evaporation method. Betti L, Trebbi G, Kokornaczyk MO, Nani D, Peruzzi M, Brizzi M.

Maria Olga Kokornaczyka, Grazia Trebbia, Giovanni Dinellia, Ilaria Marottia, Valeria Bregolaa, Daniele Nanib, Francesco Borghinic, Lucietta Bettia

Department of Agricultural Sciences, University of Bologna, Viale Fanin 42, 40127 Bologna, Italy

Italian National Health System, Lombardy District, ASL, Corso Italia 19, 20122 Milan, Italy

Department of Medical Therapy, Faculty of Medicine, Chieti University, Via dei Vestini 31, 66013 Chieti, Italy

2009 - Grundlagenforschung mit homöopathisch potenzierten Substanzen unter Verwendung von Pflanzen als Testorganismus

Drei Übersichtsarbeiten [1-3] einer multinationalen Kollaboration stellen den aktuellen Stand der Grundlagenforschung mit homöopathisch potenzierten Substanzen unter Verwendung von Pflanzen als Testorganismus zusammenfassend dar. Wir haben uns dabei bemüht, möglichst umfassend vorzugehen: so haben wir etwa keine Alterslimite gesetzt und auch möglichst viele Sprachen zu berücksichtigen versucht. Aufgrund der hohen Anzahl der bearbeiteten wissenschaftlichen Originalpublikationen (mehr als 150) wurde dieser Review thematisch in drei Artikel aufgeteilt.

Majewsky et al. [1] stellen alle Studien dar, welche gesunde, d.h. nicht bewusst beeinträchtigte Pflanzen als Untersuchungsorganismen zur Feststellung der Wirkungen homöopathischer Präparate einsetzten. Betti et al. [2] diskutieren die phytopathologischen Studien, d.h. die Untersuchungen, in denen Pflanzen mit Viren, Bakterien, Pilzen oder Nematoden konfrontiert und homöopathisch zu kurieren versucht wurden. In der dritten, neusten Publikation diskutieren Jaeger et al. [3] alle Untersuchungen mit Pflanzen, welche bewusst durch Anwendung von äusseren abiotischen Einflüssen (z.B. Schwermetallsalze, organische Lösungsmittel) in ihrer Entwicklung beeinträchtigt wurden.

Das methodische Vorgehen war in allen drei Reviews im Wesentlichen identisch. Von der identifizierten wissenschaftlichen Originalliteratur wurden diejenigen Publikationen weiter bearbeitet, welche eine minimale statistische Auswertung durchgeführt hatten und welche im Manuskript so ausführlich beschrieben wurden, dass das experimentelle Prozedere in den wesentlichen Grundzügen nachvollziehbar war. Diese insgesamt knapp 50 Studien wurden genauer diskutiert. Ein spezielles Augenmerk wurde den rund 30 Studien geschenkt, welche Vergleichsproben (Kontrollen) einsetzten, welche zur Identifizierung spezifischer Effekte homöopathischer Präparate geeignet waren. Unter diesen befand sich eine grössere Anzahl von Studien, welche experimentell höheren Ansprüchen genügten (d.h. etwa verblindet und randomisiert durchgeführt wurden) und spezifische Effekte selbst hochverdünnter Homöopathika beobachteten.

Leider erst wenige Studien setzten systematische Negativkontrollversuche ein, welche einzig die Stabilität des experimentellen Aufbaus empirisch zuverlässig dokumentieren und grosse Sicherheit gegenüber falsch-positiven Resultaten bieten. Die Vielfalt der eingesetzten Modelle, homöopathischer Präparate und Potenzstufen ist beeindruckend; entsprechend besteht ein grosser Mangel an unabhängigen, d.h. labor-externen Replikationen publizierter Studien.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich Pflanzenmodelle für die Grundlagenforschung an homöopathisch potenzierten Substanzen zu eignen scheinen. Für die Zukunft sind insbesondere laborinterne als auch laborexterne Replikationen schon publizierter Studien von hoher Wichtigkeit, um die Reproduzierbarkeit der gefundenen Effekte zu untersuchen und um so mittelfristig alle Parameter bestimmen zu können, welche für die Reaktion der Pflanzen auf die eingesetzten homöopathischen Präparate von Bedeutung sind. Erst unter Kenntnis dieser Faktoren kann die Wirksamkeit homöopathischer Präparate überzeugend dargelegt werden. Des Weiteren bildet die Kenntnis dieser Faktoren die notwendige empirische Basis zur Verifikation bzw. Falsifikation von Theorien zur Natur der Wirksamkeit homöopathischer Präparate. (Stephan Baumgartner. KIKOM Uni Bern 2011)

Use of homeopathic preparations in experimental studies with healthy plants

Vera Majewsky1,2,3,*, Sebastian Arlt3, Devika Shah4, Claudia Scherr4, Tim Jäger1,2, Lucietta Betti5, Grazia Trebbi5, Leoni Bonamin6, Peter Klocke1 and Stephan Baumgartner2,4

Homeopathy (2009) 98, 228-243 2009 The Faculty of Homeopathy

Use of homeopathic preparations in phytopathological models and in field trials: a critical review

Lucietta Betti1,*, Grazia Trebbi1, Vera Majewsky2,3, Claudia Scherr4, Devika Shah-Rossi4, Tim Jäger2,3 and Stephan Baumgartner2,4

Homeopathy (2009) 98, 244-266 2009 The Faculty of Homeopathy

Use of homeopathic preparations in experimental studies with abiotically stressed plants

Tim Jäger1,2, Claudia Scherr3, Devika Shah3, Vera Majewsky1,4, Lucietta Betti5, Grazia Trebbi5, Leoni Bonamin6, Ana Paula Simoes-Wüst7, Ursula Wolf1, Meinhard Simon8, Peter Heusser9 and Stephan Baumgartner1,3,9

Homeopathy (2011) 100, 275-287 2011 The Faculty of Homeopathy

2010 - Evidenz von NMR Relaxation bei Nanosuperstrukturen, ausgelöst in ultraverdünnten wässrigen Lösungen von Kieselsäure-Laktose

Die Kernspinresonanzspektroskopie (Nuclear Magnetic Resonance) (siehe Wikipedia) erlaubt die Untersuchung der elektronischen Umgebung einzelner Atome und der Wechselwirkungen mit den Nachbaratomen und dadurch eine partielle Abklärung von Struktur und Dynamik von Molekülen.
Kieselsäure, Silicea ist in der Homöopathie ein wichtiges Mittel, Laktose wird beim Verreiben der niedrigen Potenzen verwendet.

Wir untersuchten die NMR Längs- (T1) und Querrelaxation (T2) von Wasserprotonen bei 20 MHz in ultrahohen Verdünnungen (10-7- 10-47) einer Mischung von Kieselsäure-Laktose in verschiedenen Medien (Wasser, 0.15 mol/Liter NaCl, 0.15 mol/Liter LiCl) und verschiedenen Behältern (Glas Polyethylen). Die Proben wurden durch wiederholtes hundertteiliges Verdünnen (1:100) und starkem Schütteln unter streng kontrollierten Laborbedingungen hergestellt. Als Kontrollen wurden Wasser und Salzlösungen gleichermassen behandelt: das wiederholte Verdünnen/Schütteln bewirkte keine signifikante Veränderung der Relaxationszeiten.
In den Silizium-Laktose-Lösungen hingegen konnte mit zunehmender Verdünnung ein geringer Anstieg von T1 und eine Abnahme von T2 beobachtet werden, was zu einem markanten und zunehmenden Anstieg des T1/T2-Verhältnisses führte, vor allem im LiCl-Medium und beobachtbar bis in die höchsten Verdünnungen. Kreuzkorrelationsanalysen zwischen T1, T2 und T1/T2 zeigten auch in den höchsten Verdünnungen gegenteiliges Verhalten von Kontrolle und Sil/Lac-Verdünnungen.
Die Wirkung schien vom Medium abhängig zu sein (LiCl>NaC.>Wasser) und konnte sowohl in Glas- wie auch Polyethylenbehältern beobachtet werden.
Nach Heizen und Abkühlen in den verschlossenen NMR-Röhrchen verschwanden die verdünnungsabhängigen Relaxation-Unterschiede vollständig, das Verhältnis T1/T2 fiel und wies damit auf eine weniger geordnete Struktur hin.

Diese Ergebnisse wurden als Folge von Superstrukuren im Nanobereich um die gelöste Substanz interpretiert, bestehend aus Wasser, Ionen und Nanobläschen, welche beim starken mechanischen Schüttelprozess entstanden (Bewegungskorrelationzeit grösser als 5.1-9 s). Im Übrigen wurde während der Präparation von Silizium-Laktose-Verdünnungenein ein auffallendes katalytisch verstärktes Auslaugen von Silizium aus Glas beobachtet, welches aber die NMR Relaxation nicht beieinflusste.

Jean-Louis Demangeat, Nuclear Medicine Department, Zentralspital Haguenau, Frankreich. NMR relaxation evidence for solute-induced nanosized superstructures in ultramolecular aqueous dilutions of silica–lactose. Journal of Molecular liquids 155 (2010) 71-79

2009 - Allergien und Homöopathie - eine Übersicht

Homöopathie ist einerseits die Methode der Komplementärmedizin, die bei Allergien am häufigsten zur Anwendung kommt [1]. Auf der anderen Seite werden Homöopathen am häufigsten wegen Allergien aufgesucht [2]. Gemäss der Erfahrung des ECCH gehören Allergien zu den Themen, die in der Homöopathieforschung am besten dokumentiert sind.

In einer Metastudie mit 27 Einzelstudien (9 Beobachtungsstudien, 18 randomisierte doppelt blind placebo-kontrollierte Studien) mit insgesamt über 2400 Patienten mit Allergien oder Asthma konnte bei mehr als 80% ein positiver Effekt der homöopathischen Behandlung nachgewiesen werden [4]. Diese Metastudie, die in zwei Artikeln erschienen ist, haben wir von der Wissenschaftsgruppe übrigens bereits vor einiger Zeit auf unserer Website zusammengefasst (vgl. http://www.hvs.ch/wiki/pmwiki.php?n=Forschung.ImmunologyItaly). Auf dieser Seite können beide Artikel heruntergeladen werden.

In einer weiteren Studie mit 200 Patienten mit Allergien und anderen Beschwerden wie Asthma und Ekzemen war Homöopathie mindestens so erfolgreich wie eine konventionelle Behandlung [6]. Zwei drittel der Patienten erfuhren eine anhaltende Verbesserung, nachdem sie die homöopathische Behandlung beendet hatten, während bei fast allen Patienten nach Abschluss der konventionellen Behandlung die Symptome zurückkehrten.

Darüber hinaus konnte in zwei Studien eine Verbesserung der Lebensqualität nach der homöopathischen Behandlung nachgewiesen werden [6, 8]. In der einen Studien wurden signifikante Verbesserungen nach drei bis 4 Wochen beobachtet [8], in der anderen Studie verbesserte sich der Allgemeinzustand und die Psyche über einen längeren Zeitraum [6]. In einer weiteren Studie konnten 57% der Patienten ihre konventionellen Medikamente um durchschnittlich 60% reduzieren [7].

Fazit des ECCH: Homöopathie sollte bei Allergien als tragfähige therapeutische Option betrachtet werden. Mehr Forschung zur Bestimmung Effektivität der  homöopathischen Behandlung bei Allergien sei jedoch nötig.

[1] Berumen FJA, Díaz GSN, Gonzáles CC, Cruz AA. (Use of alternative medicine in the treatment of allergic diseases) (article in Spanish) Rev Alerg Mex, 51(2), 41-4, 2004.

[2] Steinsbekk A, Nilsen TVL, Rise MB. Characteristics of visitors to homeopaths in a total adult population study in Norway (HUNT 2). Homeopathy 2008, 97: 178-184.

[3] Witt CM, Luedtke R, Baur R, Willich SN. Homeopathic Medical Practice: Long-term results of a Cohort Study with 3981 Patients. BMC Public Health, 5, 115, 2005.

[4] Bellavite P, Ortolani R, Pontarollo F, Piasere V, Benato G, Conforti A. Immunology and homeopathy. 4. Clinical studies – part 2. Evidence-based Complementary and Alternative Medicine: eCam, 3(4), 397-409, 2006.

[5] Bornhöft G, Wolf U, von Ammon K, Righetti M, Maxion-Bergemann S, Baumgartner S, Thurneysen A, Matthiessen PF. Effectiveness, safety and cost-effectiveness of homeopathy in general practice – summarized health technology assessment. Forsch Komplementärmed, 13(suppl 2), 19-29, 2006.

[6] Launsø L, Kimby CK, Henningsen I, Fønnebø V. An exploratory retrospective study of people suffering from hypersensitivity illness who attend medical or classical homeopathic treatment. Homeopathy, 95, 73-80, 2006.

[7] Frenkel M, Hermoni D. Effects of homeopathic intervention on medication consumption in atopic and allergic disorders. Altern Ther Health Med, 8, 76–9, 2002.

[8] Goossens M, Laekeman G, Aertgeerts B, Buntinx F, The ARCH study group. Evaluation of the quality of life after individualized homeopathic treatment for seasonal allergic rhinitis. A prospective, open, non-comparative study. Homeopathy 2009, 98: 11-16.

Zusammenstellung des ECCH European Council of Classical Homeopathy

2009 – Die Wirkung von potenziertem Antimon auf die Blutgerinnung bei Hämophilen

Eine erste Studie zeigte keine Wirkung.

In einer zweiten Studie wurde Stibium (Antimonium crudum) D6 (Weleda) an je 12 gesunden und kranken Patienten getestet, intravenös je 1 Dosis Verum oder Placebo doppelblind im Abstand von 1 Monat.

30 und 60 Minuten nach der Injektion wurde jeweils eine Thrombelastographie gemacht, welche einen allgemeinen Wert für Gerinnungszeit, und -bildung, Gerinnselfestigkeit und -auflösung ergibt.

Es konnte ein leichter Effekt der Potenzen festgestellt werden. Es gab Unterschiede, ob zuerst Placebo oder Verum getestet wurde.

Prof. Haeberli, Uni Bern

2008 – Leptospirose-Prophylaxe in Kuba

Leider fand ich keine Originalangaben mit genauen Zahlen.

Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Leptospiren werden von ihren natürlichen Wirten Ratte/Maus im Urin ausgeschieden und durch verschmutztes Wasser auf den Menschen übertragen. Sie führen zu grippeartigen Symptomen (hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag. Antibiotica wirken auf den Verlauf nicht, verhindern nur Komplikationen. Unbehandelt können Leber- und Nierenschäden oder eine Hirnhautentzündung auftreten und zum Tode führen. Auf Kuba treten nach der Hurricansaison (Überschwemmungen, schmutziges Wasser) egelmässig Epidemien auf.

Nach den starken Überschwemmungen im  Oktober/November 2007 mit einem grossen Risiko von Leptospirose wurden deshalb an 2.4 Millionen Menschen je 2 Dosen einer Leptospira-Nosode 200 CH (Abstand der Einnahme 7-9 Tage) verabreicht. Es wurde damit ein Schutz von 95% erreicht. Nach dem Hurrikan Ike wurde zusätzlich eine Leptospira-Nosode XMK verabrecht. Nach zwei Wochen gingen die Erkrankungen dramatisch zurück und es gab bei hospitalisierten Patienten keine Todesfälle mehr. Während mit schulmedizinischen Impfungen (der Schwangeren, Kinder und alten Leute) normalerweise einige Tausend Menschen erkrankten und einige starben, gab es unter der homöopathischen Prophylaxe nur wenige Erkrankungen und keine Todesfälle. Die Kosten waren 10x geringer.

Die homöopathische Prophylaxe wurde vom Finlay-Institut durchgeführt, welches Teil Ministeriums für öffentliche Gesundheit ist, Impfungen herstellt, aber auch aber auch die Herstellung homöopathischer Mittel und homöopathische Forschung unterstützt. Da in Kuba die grossen Chemiekonzerne keinen Einfluss haben, können auch grössere homöopathische Projekte durchgeführt werden.

Dr. Concepciòn Campa Huergo www.homoeopathyeurope.org/news-and-press

2008 - Die Wirkung von homöopathisch potenziertem Thyroxin auf Highland-Frösche und die Beeinflussung der potenzierten Mittel durch elektromagnetische Felder

Die Entwicklung von Amphybienlarven wird durch Thyroxin angeregt. Eine äussere Überstimulation kann durch potenziertes Thyroxin wieder rückgängig gemacht werden (Antagonismus), was zeigt, dass die potenzierten Mittel einen zur materiellen Wirkung gegenteiligen Effekt haben. In diesem Experiment konnte dies bestätigt werden. Zudem zeigte sich, dass Wirkung potenzierter Lösungen durch zerstört werden kann.

Den Froschlarven wurden alle 24 Stunden 1035 Moleküle Thyroxin ins Wasser gegeben (potenziert, bzw. potenziert und Mikrowellenfeldern ausgesetzt) und gegenüber einer Standartpopulation ohne Zugabe Thyroxin verglichen.

Es bestätigte sich, dass potenziertes Thyroxin die normale Entwicklung verzögert. Dieselbe Wirkung zeigte sich auch, wenn potenziertes Thyroxin in einer Glasampulle eingeschlossen ins Wasser gehängt wurde. Wurde die potenzierte Lösung allerdings einem elektromagnetischen Feld (ältere Mikrowellengeräte, Mobilphone) ausgesetzt, war keine Verzögerung mehr feststellbar. Offenbar zerstören diese Felder die Wirkung flüssiger potenzierter Mittel. Barcode-Scanner und Flughafen-Röntgenstrahlen beeinflussten die Wirkung der potenzierten Lösungen nicht.

S Weber, PC Endler1,, SU Welles1, E Suanjak-Traidl1, W Scherer-Pongratz1, M Frass1, H Spranger1 (alle Interuniversity College Graz/Castle of Seggau, Austria), G Peithner (Peithner Inc., Vienna, Austria)  and H Lothaller (University of Graz, Austria)

The effect of homeopathically prepared thyroxine on highland frogs: influence of electromagnetic fields, Homoeopathy (2008) 97, 3-9

2007 – Homöopathische und konventionelle Therapie bei akuten Atemwegs- und Ohrerkrankungen

Die vergleichende Kohortenstudie mit über 1500 Patienten in 57 Allgemeinpraxen in über sechs europäischen Ländern zeigt, dass die homöopathische Behandlung akuter Atemwegs- und Ohrbeschwerden gegenüber konventioneller Behandlung nicht schlechter abschneidet. Die Resultate nach 7 und 28 waren in beiden Gruppen vergleichbar, aber innerhalb der ersten 7 Tage zeigten die homöopathisch behandelten Patienten ein schnelleres Ansprechen auf die Mittel. Nebenwirkungen traten bei Erwachsenen unter konventioneller Therapie häufiger auf.

Die Resultate tragen zur wachsenden Evidenz bei, dass Homöopathie bei akuten Erkrankungen in der Primärversorgung eine gute und sichere Strategie darstellt.

Max Haidvogl, David S Riley, Marianne Heger, Sara Brien, Miek Jong, Michael Fischer, George T Lewith, Gerad Jansen, André E Thurneysen: BCM Complementary and Alternative Medicine 2.3.2007: Homeopathic and conventional treatment for acute respiratory and ear complaints: A comparative study on outcome in the primary care setting

www.biomedcentral.com/1472-6882/7/7

2006 Nachweis spezifischer Spektren von Potenzen durch Magnetresonanz

Im April 2006 wurde im US Wissenschaftsmagazin "Subtle Energies and Energy Medicine" ein Artikel veröffentlicht. Offenbar gelang es einer Gruppe von Physikern und Biochemikern, charakteristische Magnetresonanz-Frequenzspektren der potenzierten Mittel nachzuweisen und so Mittel und Potenz bestimmen zu können.

Dr. Karin Lenger: "Homeopathic Potencies identified by a new Magnetic Resonance Method" (www.issseem.org Artikel unter Journal, Vol. 15, No 3)

2006 - Homöopathie in der Krankenversorgung – Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

Es handelt sich um einen vollständigen „Health Technology Assessment“ (HTA) Bericht, der im Rahmen des Schweizer „Programm zur Evaluation der Komplementärmedizin“ (PEK) und im Auftrag des Schweizer Bundesamt für Gesundheit erstellt wurde. Die Autoren kommen zum Schluss, dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt, und dass die Homöopathie absolut und insbesondere im Vergleich zu den konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstellt. Der Bericht wurde aufgrund seiner absehbaren günstigen Bewertung der Homöopathie von Politikern zurückgehalten, da die Übernahme der Homöopathie in die Grundversorgung (Kostenerstattung) in der Schweiz nicht mehr erwünscht war. Hingegen präsentierten die Medien trotz tiefgreifender methodischer Schwächen die als Egger-Studie bekannte Meta-Analyse mit ihrer Negativ-Bewertung der Homöopathie.

Prof. Dr. Peter F. Matthiessen, Dr. Gudrun Bornhöft (Hrsg.), Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt 2006

Anmerkung: Dr. Peter Heusser, Mitglied des Leitungsausschusses PEK, zeigt in seinem Beitrag in der schweizerischen Ärztezeitung 2006; 87:20 die Vorgänge und behördlichen Manipulationen auf.

Homöopathie auf der Intensivstation

Bei COPD-Patienten können zähe Sekretionen verhindern, dass der Tubus entfernt und die künstliche Beatmung beendet wird.
Eine Patientengruppe erhielt zu den schulmedizinischen Medikamenten Kalium bichromicum C30 Globuli alle 12 Stunden. Die doppelblinde kontrollierte randomisierte Studie zeigte, dass das homöopathische Mittel die Produktion von zähem Schleim massiv verringerte und damit eine frühere Beendigung der Intubation erlaubte:

Extubation möglich: Homöopathie-Gruppe nach 2.9 Tage, Placebo-Gruppe nach 6.1 Tagen
Aufenthalt auf der Intensivstation: Homöopathie-Gruppe 4.2 Tage, Placebo-Gruppe 7.7 Tage

Frass M et al.m, Intensivstation der medizinischen Universitätsklinik Wien Chest 2005; 127: 936-941

Homöopathie auf der Intensivstation: Sterblichkeit bei Patienten mit schwerer Sepsis

Die Sterblichkeit bei Patienten mit schwerer Sepsis ist noch immer hoch.

In einer randomisierten (Patienten werden nach dem Zufallsprinzip in eine der Gruppen eingeteilt) kontrollierten doppelblinden (weder Patient noch Arzt wissen, ob das Kügelchen ein potenziertes Mittel oder Placebo ist) Studie wurden Patienten mit Sepsis (Blutvergiftung) zusätzlich zur Schulmedizin mit individuellen homöopathischen C200-Potenzen behandelt. Dadurch resultierte eine ausgeprägte Erhöhung der Überlebensrate:

Überleben nach 30 Tagen: Homöopathie-Gruppe 81.8%, Placebo-Gruppe 67,7% p = 0.19 Überleben nach 180 Tagen: Homöopathie-Gruppe 75.8%, Placebo-Gruppe 50.0%

Die Studie zeigt nicht nur, dass die homöopathischen Mittel eine Wirkung haben, wenn sie individuell ausgewählt sind, sondern auch, dass die Zuwendung durch den Arzt nicht ausreicht, die Wirkung zu erklären (für die Patienten beider Gruppen wurden ja gleicherweise individuelle Mittel ausgesucht).

Frass M. et al., Universtitätsklinik Wien. Homoeopathy 2005;94 75-80 (aus NVS-News 1/2011)

2005 – ADS-Studie

In die doppelblinde Cross-over-Studie waren 62 Kinder mit ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, früher POS) einbezogen. Nach durchschnittlich fünf Monaten zeigte sich, dass die mit Homöopathie behandelten Kinder aufmerksamer und weniger impulsiv waren und sich in Familie und Schule besser einzugliedern vermochten als die mit einem Placebo behandelten.

Die Studie wurde von einem interdisziplinären Team aus Kikom (Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin der Uni Bern), der Abteilung für Neuropädiatrie der Universitäts-Kinderklinik Bern, dem Berner Institut für Mathematische Statistik und Versicherungslehre, acht homöopathischen und drei rein schulmedizinisch tätigen Ärzten durchgeführt und die Resultate am 3. September 2005 vorgestellt.

Die Kinder wurden im Imhoof-Pavillon des Berner Inselspitals oder der Praxis Dr. Freis in Laupen behandelt. In einer ersten Phase wurde das patientenspezifisch passendste Mittel ermittelt. Dabei ergab sich eine hochsignifikante Besserung der ADS-Symptomatik von 19 auf 8 Punkte CGI (Conners Global Index). Anschliessend wurden doppelblind phasenweise Verum oder Placebo verabreicht. Eine offene Langzeitbehandlung von durchschnittlich 19 Monaten Dauer bildete den Abschluss der insgesamt 5 Jahre dauernden Studie. Die von Eltern und Lehrpersonen beurteilte Besserung lag bei 36% (27.8-46.7).

Mir z’lieb, Periodical der Eidgenössischen Gesundheitskasse Dez 2005

2004 - Komparative Studie

Der Lenkungsausschuss des Programms Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) weist auf 2 Projekte von Literatur-Evaluation hin, die das Problem beleuchten sollen, dass Studien mit keinen Resultaten seltener publiziert werden und dass methodologische Fehler von Studien dazu führen können, dass die Wirkung der geprüften Therapie überschätzt wird. Im Moment sind zwei Projekte im Gang:
Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern führt eine komparative Studie in den Bereichen Homöopathie, TCM und Phytotherapie durch.
Die Panmedion-Stiftung und die Universität Witten/Herdecke untersuchen nach Validitätsüberprüfung von vorliegenden Studien die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der fünt komplementärmedizinischen Methoden.
Im Februar 2005 wird der Schlussbericht des PEK veröffentlicht; gegen Ende 2005 wird das Eidgenössische Departement des Inneren EDI über die definitive Aufnahme der fünf komplementärmedizinischen Methoden in die Grundversicherung beschliessen.
Gesundheitspolitik Nr2/Febr. 2004

2004 - Histaminstudie

Allergische Substanzen führen über verschiedene Schritte zu einer Aktivierung von basophilen Zellen, welche in der Folge Histamin freisetzen. Das Histamin bewirkt Symptome wie tränende Nase, Rötung, Jucken, Schwellung..., verhindert in der Folge aber durch seine Wirkung auf die H2-Rezeptoren die Aktivierung weiterer basophilen Zellen und damit die weitere Freisetzung von Histamin. Werden diese H2-Rezeptoren medikamentös abgeblockt, kann Histamin die Aktivierung der basophilen Zellen und die weitere Freisetzung von Histamin nicht verhindern.
Sieben Labors führten drei unterschiedliche Studien durch, jede in jeweils zwei bis vier Laboratorien. Es konnte gezeigt werden, dass auch hohe Potenzen (C 15-19, Verdünnungen 1:100, verstrudelt, nicht geschüttelt) von Histamin die Aktivierung von basophilen Zellen verhindern können. Die Wirkung konnte durch H2-Rezeptorenblocker, nicht aber durch Histidin unterbunden werden. Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Resultate mit den üblichen Modellen nicht erklärt werden können.
B. Belon, J. Cumps, M. Ennis, P.F. Mannaioni, M. Roberfroid, J. Sainte-Laudy, F.A.C. Wiegant
Birkhäuser Verlag Basel 2004

2000 - Heuschnupfenstudie

Randomised controlled trial of homoeopathy versus placebo in perennial allergic rhinitis with overview of four trial series
Taylor MA, Reilly D, Llewellyn-Jones RH, McSharry C, Aitchison TC
BMJ 2000 Aug 19-26;321(7259):471-6
University Department of Medicine, Glasgow Royal Infirmary, Glasgow G31 2ER.
Objective: To test the hypothesis that homoeopathy is a placebo by examining its effect in patients with allergic rhinitis and so contest the evidence from three previous trials in this series.
Design: Randomised, double blind, placebo controlled, parallel group, multicentre study.
Setting: Four general practices and a hospital ear, nose, and throat outpatient department.
Participants: 51 patients with perennial allergic rhinitis.
Intervention: Random assignment to an oral 30c homoeopathic preparation of principal inhalant allergen or to placebo.
Main outcome measures: Changes from baseline in nasal inspiratory peak flow and symptom visual analogue scale score over third and fourth weeks after randomisation.
Results: Fifty patients completed the study. The homoeopathy group had a significant objectiveimprovement in nasal airflow compared with the placebo group (mean difference 19.8 l/min, 95% confidence interval 10.4 to 29.1, P=0.0001). Both groups reported improvement in symptoms, with patients taking homoeopathy reporting more improvement in all but one of the centres, which had more patients with aggravations. On average no significant difference between the groups was seen on visual analogue scale scores. Initial aggravations of rhinitis symptoms were more common with homoeopathy than placebo (7 (30%) v 2 (7%), P=0.04). Addition of these results to those of three previous trials (n=253) showed a mean symptom reduction on visual analogue scores of 28% (10.9 mm) for homoeopathy compared with 3% (1.1 mm) for placebo (95% confidence interval 4.2 to 15.4, P=0.0007).
Conclusion: The objective results reinforce earlier evidence that homoeopathic dilutions differ from placebo.
Glasgow Royal Infirmary 2000 Die Resultate untermauern die Evidenz, dass sich homöopathische Potenzen von Placebo unterscheiden.

2000 - Krankheitsanfälligkeit von Schweinen

Schweine in 3 Gruppen eingeteilt: behandelt mit a)Antibiotika, b)Homöopathika, c)Placebo.
Die homöopathisch behandelten Schweine seinen gesünder gewesen als die Gruppe a und c. Erst mit hohen Antibiotika-Dosen sei die Krankheitsanfälligkeit der Antibiotika-Gruppe so gering gewesen wie die in der Homöopathie-Gruppe.
Henning Albrecht und Achim Schütte
BILD DER WISSENSCHAFT 11/00

1999 - Geburtsbegleitung

Prospektive 2- jährige Betreuung von 200 schwangeren Müttern und deren Kindern. Vergleich der Globalkosten bei schulmedizinisch und homöopathisch betreuten Geburten von ähnlichen Frauen (Match).
Kind und Mutter gleich gesund in homöopathischem und allopathischem Kollektiv
3x mehr Kaiserschnitt in allopathischem Kollektiv
20% der Frauen kriegten wehenhemmende Mittel in allopathischem Kollektiv, keine bei Homöopathie.
5-Jahres-Studie des Schweizer Nationalfonds 1999

1999 - Basophiler Degranulationstest

Unter der Leitung von Prof. Madlene Ennis, Belfast und Prof. R. Roberfroid, Brüssel konnten in vier unabhängigen Labors in Holland, Belgien, Frankreich und Italien die Ergebnisse der Experimente Prof. Benvenistes bestätigt werden. Die Wirkung von hoch potenziertem Histamin im basophilen Degranulationstest wurde mit hoher Signifikanz nachgewiesen und Benveniste dadurch rehabilitiert.
Friedward Husemann, Das Goetheanum 38, 2001

1998 - Immunostimulatoren

In französischen Apotheken werden Thymulin C7 und Oscillococcinum C15 = Anas barbariae (Entenleberextrakt) relativ standardmässig und mit Erfolg bei Infekten als Immunostimulatoren empfohlen. Experimentelle doppelblinde Studien in mehreren Labors in verschiedenen Ländern mit potenzierten Immunostimulatoren haben gezeigt, dass hochpotenzierte Substanzen wirken. Die Versuche waren hochsignifikant und wurden in mehreren offi-ziellen Zeitschriften für Biochemie/ Immunologie publiziert:

- Hühnerembryonen wurde die Bursa fabricius entfernt, was dazu führt, dass (in den ersten Wochen) nach dem Schlüpfen kein ACTH, Corticosteron und Melanotonin gebildet wird. Wenn nach der Operation 2x potenziertes Bursin (das von der Bursa produzierte Hormon) ins Eidotter gespritzt wurde, entwickelten sich die Hühner wie diejenigen der gesunden Kontrollgruppe. C7 und ein Pool von C15 bis C20 hatten denselben Effekt.
- 5-wöchigen Mäusen wurde durch Röntgenstrahlen das Knochenmark zerstört, was zum Tod führt. Wenn den Mäusen vor und nach der Bestrahlung potenzierte Immunostimulatoren (va. Thymulin und Interleukin 3) ins Trinkwasser gegeben wurden, liess sich eine signifikante Verbesserung des Immunitätszustandes zeigen. Verabreichte man hingegen gesunden Mäusen potenzierte Immunostimulatoren im Trinkwasser, resultierte eine Immunodepression (Arzneimittelprüfung)! Schulmedizinisch ist bekannt, dass Immunostimulantien sekundär zu einer Immunosuppression führen.

Interessant ist, dass die Mäuse im Sommer und Winter trotz konstanter Temperatur und Beleuchtung unterschiedliche Reaktionen zeigten. Die Potenzen wirkten im Winter immunosuppressiv. Offenbar sind im Winter T-Zellen weniger aktiv; dadurch ist der allgemeine Immunstatus der Mäuse schlechter. Wird nun eine gewisse Immungrenze unterschritten, wirken Potenzen nicht immunostimulierend, sondern supprimierend (gegenüber der Kontrollgruppe). Das bedeutet, dass bei einer zu geringen Abwehrkraft/Lebenskraft ein (zu stark) potenziertes Mittel konträr wirken kann. (vgl. Euthanasiewirkung durch Hochpotenzen bei sehr schwachen Patienten).
Erstaunlich war zudem, dass das Lösungsmittel, welches der gesunden Referenzgruppe verabreicht wurde, einen umso stärkeren Eigeneffekt hatte, je stärker es potenziert war (bis zu 3x stärkerer Immunostimulation als bei nicht potenziertem Lösungsmittel). Dieser Effekt zeigte sich nur bei den gesunden, nicht bei den immunsupprimierten Tieren.
Offenbar kann potenziertes Wasser nur wirkungsverstärkend wirken, wenn Originalmoleküle vorhanden sind. Es wird postuliert, dass beim Schütteln vom Ausgangsmolekül Information aufs Wasser (Mediator) übertragen wird und diese Information dann eine Wirkung am Rezeptor auslöst. Wenn keine Originalmoleküle da sind, kann potenziertes Wasser keine Information verstärken und wirkt deshalb nicht anders als nicht potenziertes Wasser. Deshalb wurde dieser Lösungsmitteleffekt bei der immunsupprimierten Kontrollgruppe nicht gefunden.
Prof. Madeleine Bastide, Montpellier, Vorlesung KIKOM, UNI Bern, 20. Januar 98

1997 - Metastudie

Die medizinische Zeitschrift "Lancet" publizierte im September 1997 die Resultate einer -lege artis durchgeführten- Metaanalyse, in der 89 Homöopathie-Studien der letzten 50 Jahre zusammen ausgewertet wurden. Die Wissenschaftler von verschiedenen deutschen und amerikanischen Universitäten kommen zum Ergebnis, dass die Effekte der potenzierten Mittel nicht auf den Placebo-Effekt zurückzuführen seien (2,5x grösserer Effekt als Placebo), dass aber die Wirksamkeit bei einzelnen Indikationen gering sei (Die Mittel wurden nicht individuell ausgewählt, die Studien nach schulmedizinischen Kriterien und nicht nach homöopathischen durchgeführt. Anm. des Verfassers) und deshalb aussagekräftigere Studien nötig seien. In der gleichen Ausgabe des Lancet wird der Metaanalyse aber vorgeworfen, die zugrundeliegenden Studien seien zuwenig aussagekräftig. Zudem sei es fragwürdig, grössere Geldmittel für Studien eines Systems aufzuwenden, für welches es keine rationale (materielle!!!sic) Basis gäbe.
Bekanntester Wissenschaftler anerkannte die Studie als sauber durchgeführt und wissenschaftlich: man müsste die Wirkung der Homöopathie anerkennen, wenn nur der Wirkmechanismus erklärt werden könnte.


Informationsübertragung

durch eine Glaswand möglich (geschlossene Flasche mit flüssiger Potenz in reines Wasser gestellt).
Enler, Oesterreich


Starke magnetische Felder

können die Information zerstören.
Benveniste, Frankreich

1994 – Heuschnupfen

Reilly publizierte in der angesehenen medizinischen Zeitschrift "Lancet" eine Studie, in welcher doppelblind 2 Gruppen von Heuschnupfenpatienten beobachtet wurden. Die einen kriegten die Pollen, auf welche sie allergisch reagierten, in potenzierter Form, jeden Tag einzunehmen, die zweite Gruppe Placebokügelchen. Alle hatten zusätzlich ihre gewohnten Medikamente, die sie bei Bedarf einnehmen konnten (Bronchodilatatoren-Spray und Antihistaminicatabletten) und mussten ihre Befindlichkeit und Einnahme von Mitteln notieren. Dabei stellte sich heraus, dass die Gruppe mit potenzierten Mitteln signifikant weniger Medikamente brauchte. Ein zweiter Test wurde mit Asthmapatienten durchgeführt und zeigte ein gleiches Ergebnis.
Die erzielten Effekte waren nicht enorm, da die Behandlung nicht eigentlich homöopathisch war, sondern isopathisch. Aber die Ergebnisse waren signifikant, dh. nicht zufällig. Die Herausgeber des Lancet kommentierten deshalb die Studie so:
Entweder wirken hohe Potenzen oder die Grundlage der Schulmedizin, der Doppelblindversuch, ist nicht zuverlässig.

1991- Studienvergleich

Kleijnen und Mitarbeiter (British Medical Journal S. 316-23) Die Autoren zeigten sich überrascht, dass sie neben vielen methodologisch schlechten Studien eine ganze Reihe valabler Studien fanden, die eine Wirksamkeit der Homöopathie dringend nahe legen und wiesen darauf hin, dass auch in der konventionellen Medizin die Qualität der Studien im Allgemeinen nicht besser ist als in der Homöopathie.

1990 - Behandlung von unfruchtbaren Frauen

Je 21 Frauen in Hormon- und Homöopathiegruppe
In jeder Gruppe 6 Schwangerschaften, davon kam es in der Homöopathiegruppe zu 6 Geburten, in der Hormongruppe zu 2 Geburten
Kosten Homöopathie: Schulmedizin = 1:10 (Unterlagen im Dossier)
Studie Frau Prof. Gerhard

1990 - Wachstumsversuche an Weizen mit Lysin

Auquière und Mitarbeiter: Kritische Begutachtung der wissenschaftlichen Beweisführung in der homöopathischen Grundlagenforschung (Majerus 1990 S. 337). Mit Lysin und potenziertem Lysin behandelte Weizenkörner hatten ein geringeres Wachstum; das Wachstum der "vergifteten" Körner wurde durch potenziertes Lysin wieder angeregt. Statistisch signifikante und beispielhafte Studie.

1988 - Basophiler Degranulationstest mit Histamin

Studie von Jaques Benveniste, Prof. an der Uni Paris und Leiter des biologischen Institutes Inserm U-200 (Davenas?)
Allergietest, bei dem das Allergen zu roten Blutkörperchen gegeben wird, die mit Antikörpern besetzt sind. Das Allergen verbindet sich mit dem Antikörper; dadurch wird die Wand des Blutkörperches aufgelöst und der rote Farbstoff färbt das Blutserum rosa.
Dieser Test funktionierte auch mit potenziertem Allergen, wo keine Materie mehr vorhanden war: Beweis, dass potenzierte Mittel wirken.
Publiziert im Nature, einer bedeutenden wissenschaftlichen Zeitschrift. Wurde von den Redaktoren von "Nature" später als Täuschung deklariert!

1985 - Arsen-Vergiftung bei Ratten

Der Dekan der pharmakologischen Fakultät Lille, CAZIN, sagte 1985 an der Ipharmex in Lille zu den homöopathischen Forschungsergebnissen:" Wir erhielten Resultate, die zu meiner grossen Überraschung positiv waren. In diesem Experiment (Arsen-Vergiftung und -Elimination bei Ratten) sind wir überzeugt, dass der Einfluss der infinitesimalen Dosen entscheidend war. Ich bin ziemlich unfähig, zu erklären warum; ich anerkenne einfach die Tatsache. CAZIN sagt weiter, dass der Mechanismus nicht erklärt werden könnte, dass man dennoch eine faire Geisteshaltung bewahren müsse, die darin bestehe, Dinge nicht zurückzuweisen, die nicht erklärbar seien.

1986 - Heuschnupfen

Heuschnupfenstudie mit potenziertem Pollen und einwandfreiem Wirkungsnachweis, trotz aus homöopathischer Sicht reiner symptomatischen Standardtherapie.
(Ablage 2011)

1977 - Doppelblinde Apis D30-Prüfung bei
Entzündungsprozessen an Ratten

200 männl. Ratten nur Wasser ohne Futter: Ödemauslösende Substanz Carragenin in Fusssohle macht nach 2-3 Std. stärkstes Odem und Rückgang nach 8 Std. mit Apis D30 gegenüber 12 Std. bei der Placebogruppe.
Polyklinik Wien

Entgiftung bei Regenwürmern

Entgiftende Wirkung zweiter Komplexpräparate an insektizidbehandelten Regenwürmern
Prof. Dr.Med. H. an der Laan (Beweisbare Homöopathie, Gebhard Karlheinz, Haug-Verlag)

Durchblutung

Wirksamkeit hom. Arzneien im Doppelblindversuch betr. Durchblutung mittels Thermographie
Prof. Dr. med. A Rost (Beweisbare Homöopathie, Gebhard Karlheinz, Haug-Verlag)

Wehenschwäche bei Schweinen

Caulophyllum D30 bei Wehenschwäche des Mutterschweines bringt mind. gleichwertige Wirkung wie übliche Hpophysenpräparate ohne Störung der Lactation
Dr. med. vet. A. Wolter (Beweisbare Homöopathie, Gebhard Karlheinz, Haug-Verlag)

Marco Righetti: Forschung in der Homöopatie

Zusammenfassend gibt es heute trotz mannigfaltiger Schwierigkeiten eine noch relativ kleine, aber wachsende Zahl von harten Fakten aus klinischen und experimentellen Studein, die nach strengen Massstäben die Wirkung und Wirksamkeit homöopathischer Arzneien einwandfrei nachweisen und daneben eine unübersehbare Fülle weiterer positiver Fakten aus zahlreichen Studien und aus bald 200 Jahren Beobachtung von Kranken.

Der Dekan der pharmakologischen Fakultät Lille, CAZIN, sagte 1985 an der Ipharmex in Lille zu den homöopathischen Forschungsergebnissen:" Wir erhielten Resultate, die zu meiner grossen Überraschung positiv waren. In diesem Experiment (Arsen-Vergiftung und -Elimination bei Ratten) sind wir überzeugt, dass der Einfluss der infinitesimalen Dosen entscheiden war. Ich bin ziemlich unfähig, zu erklären warum, ich anerkenne einfach die Tatsache. CAZIN sagt weiter, dass der Mechanismus nicht erklärt werden könnte, dass man dennoch eine faire Geisteshaltung bewahren müsse, die darin bestehe, Dinge nicht zurückzuweisen, die nicht erklärbar seien.

Die Forderung nach kontrollierten experimentellen und klinischen Doppelblindstudien als Voraussetzung für die wissenschaftliche Anerkennung der Homöopathie ist angesichts ihrer Grundlagen (Krankheitsbegriff, Individualisation, wahrscheinlich komplexes physikalischen Wirkprinzip) wissenschaftstheoretisch falsch oder sehr fragwürdig. Die der Homöopathie angepasste Untersuchungsmethode wäre die individuelle Verlaufsstudie an zahlreichen Patienten über längere Zeit.

1920 – Wachstumsversuche mit Pflanzensamen

Auf Anregung Rudolf Steiners führte Lili Kolisko, eine deutsche Ärztin, während Jahren Wachstumsversuche an Pflanzen durch: Pflanzenkeimlinge in Glasschalen wurden mit verschiedenen Potenzen eines Mittels (D1 bis D60) begossen; nach drei Tagen wurde ihr Wachstum photographiert und gemessen. Bei anderen Wachstumsversuchen wurde die Pflanzenentwicklung nach 2 Wochen beurteilt. Dabei ergab sich bei steigenden Potenzen eine regelmässige Hemmung oder Stimulierung des Wachstums, also eine Sinuswelle um den Nullpunkt.

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